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Warnung vor Tierfänger im Rhein-Erftkreis, Kölner- , Frankfurter-Raum und Landkreis Wesermarsch!
 
Katzendieb rechtskräftig verurteilt

 
Weil sich die Meldungen in den letzten Tagen häufen, daß plötzlich vermehrt Katzen - aber auch Hunde - spurlos verschwinden, warnen die Tierversuchsgegner Pulheim e.V. - Menschen für Tierrechte, alle Katzen- und Hundebetreuer ganz besonders auf ihre Tiere aufzupassen.
"Insbesondere in der letzten Woche werden uns Tiere seit dem 26. Juni als vermißt gemeldet," sagte Gerd Straeten, Vorsitzender des Vereins mit sorgenvoller Miene. "Aber nicht allein aus dem Rhein-Erftkreis und Kölner Raum erhalten wir Anrufe und Schreiben von besorgten Tierhalter. Unsere Gruppe, die nur aus wenigen Mitgliedern und Freunden des Vereins bestehen, und die sich ausschließlich mit dem Thema kriminellen Tierdiebstahl beschäftigt, erhält solche Meldungen aus dem gesamten Bundesgebiet."
Auch im Landkreis Wesermarsch und Frankfurter Raum würden in den letzten Tagen auffallend viele Katzen aber auch einige Hunde vermißt.
Wie kriminelle Tierfänger vorgehen schildert der Tierschützer anhand eines Beispiels aus dem Raum Frankfurt, dessen Begebenheit sich Ende des Jahres 2003 auf offener Straße zugetragen habe:
 
Katzendieb rechtskräftig verurteilt
 
Im August 2003 saß ein junges Paar im Frankfurter Raum auf einer Parkbank eines Kinderspielplatzes und nahm Essen zu sich, als es hinter der Mauer auf der Straße eine Katze beobachtete an deren Anblick sich die jungen Leute erfreuten. 
 
Wie sie später bei der Polizei zu Protokoll gaben, sei plötzlich ein Mann aus der Seitenstraße gekommen und habe die Katze mit den Fingern angelockt und gestreichelt. Dann habe er grundlos die Katze auf den Boden gedrückt, anschließend aufgenommen und in den mitgeführten Rucksack gesteckt. Obwohl die Katze schrie und sich erheblich zur Wehr setzte gelang es dem Mann nach kurzer Zeit sie in seinen Rucksack zu stecken. 
 
Das aufgebrachte Paar war zwischenzeitlich von der Ruhebank aufgestanden und forderte den Täter auf die Katze aus dem Rucksack freizulassen. Der Beschuldigte ergriff daraufhin zu Fuß die Flucht. Der junge Mann lief ihm hinterher und konnte den Täter stellen. Die inzwischen durch den Lärm aufmerksam gewordenen Anwohner waren auf die Straße gelaufen und jemand alarmierte die Polizei.
Abermals forderte der junge Mann den Täter auf die Katze aus dem Rucksack freizulassen. Dieser öffnete daraufhin seinen Rucksack und warf die Katze aus etwa ein Meter Höhe auf den Gehweg. Hierbei wurde die Katze so schwer verletzt, daß sie beim Versuch sich aufzurichten laut und erbärmlich schrie. Anschließend lag sie röchelnd auf dem Gehweg und helle Flüssigkeit lief aus ihrem Mäulchen.
Zwischen Täter und dem Zeugen kam es zu einem kurzen Gerangel, da der Beschuldigte dem Zeugen in den Nacken griff und erneut versuchte zu flüchten. Dies konnte jedoch trotz Drohungen vonseiten des Täters durch den Zeugen verhindert werden.
 
Beim Eintreffen der Polizei wies der Täter mehrere kleine Risswunden - welche leicht bluteten - im Bereich des rechten Beins und am Arm auf, die offenbar von der zuvor wehrhaften Katze stammten. Bei der Durchsuchung wurden lediglich bei dem Täter ein paar Arbeitshandschuhe gefunden, nicht aber der von den Zeugen beschriebene "silbern funkelnde Gegenstand", den er bei seiner Flucht in eine Hecke gesteckt habe. Auch konnte sich der Beschuldigte nicht ausweisen, deshalb wurde er durch die Polizei zu seinem vorüber gehenden Wohnort - ein Hotel - verbracht, wo von den Beamten der Ausweis eingesehen wurde. Der Beschuldigte wollte vor Ort keine Angaben zum Sachverhalt machen und sich nur über einen Rechtsanwalt äußern. Anschließend wurde er noch vor Ort entlassen.
 
Die Katze war zwischenzeitlich von den Zeugen des Geschehens zum Tierarzt gebracht worden, da sie zu diesem Zeitpunkt noch lebte. Das Tier zeigte neurologische Ausfälle, Erstickungsanfälle und war auf Grund dessen stark zyanotisch. Aufgrund der schweren Verletzung im Halswirbelbereich, die zu einem Genickbruch führte, infolge dessen die Nervenbahnen des Atemzentrums zerstört wurden und es dadurch zu den Erstickungsanfällen kam, mußte die Katze nach Diagnosestellung und rapider Verschlechterung schließlich von der behandelnden Tierärztin euthanasiert bzw. eingeschläfert werden. Laut Aussage der Tierärztin handelte es sich hierbei um eine 4 bis 6 Jahre alte Europäische Kurzhaarkatze. 
Am Abend konnte die Besitzerin der Katze ausfindig gemacht werden.   
Gegen den Beschuldigten wurde Strafanzeige erstattet.
 
Ein Anwohner meldete der Polizei, daß nur wenige Tage zuvor auch seine Katze spurlos verschwunden sei und nun vermutete, daß ihr etwas ähnliches widerfahren sein könne. Nach seinem Kenntnisstand wären mittlerweile mehrere Katzen aus seinem Viertel verschwunden. Hierbei führte er an, daß er in der Nacht, als seine Katze verschwunden sei, laute Katzenschreie in seiner näheren Umgebung wahrgenommen hätte. Ihm sei auch bekannt, daß zuvor weiße Eimer ausgeteilt wurden, in denen Altkleider und ähnliche Utensilien gesammelt werden sollten. Bei der Absuche in der Umgebung nach seiner Katze habe er einen Eimer festgestellt, auf dem sich Blut befand. Um welches Blut es sich hierbei handelte, und ob dies im Zusammenhang zu den bisher bekannten Vorfällen steht, konnte bisher nicht geklärt werden. Weiterhin führte der Anwohner an, daß er durch eine Nachbarin gehört hätte, daß in den Abendstunden des besagten Tages eine männliche Person mit einem Rucksack aufgefallen sei. 
Es wurden noch weitere Strafanzeigen von Anwohner erstattet.
Durch die Polizei wurde nochmals Kontakt zum Wohnort des Beschuldigten aufgenommen. Hierbei konnte ermittelt werden, daß der Beschuldigte bereits ausgezogen war.
 
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt klagte den Beschuldigten an, tateinheitlich
 
a) ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund getötet zu haben,
 
b) rechtswidrig eine fremde Sache zerstört zu haben.
 
Vergehen, strafbar nach §§ 303 Abs. 1, 52 Strafgesetzbuch, 17 Nr. 1 Tierschutzgesetz  
 
Strafantrag wurde, soweit erforderlich, form- und fristgerecht gestellt. 
 
Als Beweismittel wurden die Zeugen aufgeführt.
 
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde deshalb gegen den Beschuldigten eine Geldstrafe von 45 Tagessätzen verhängt. Die Höhe eines Tagessatzes wurde auf 15 Euro festgesetzt.
Der Verurteilte legte gegen das Urteil keinen Widerspruch ein. Gab aber an, daß er aufgrund seiner derzeit wirtschaftlichen Situation nicht in der Lage sei, den festgesetzten Betrag in einer Summe zu begleichen. Insofern stellte er den Antrag die geschuldete Summe in Raten a) 50 Euro begleichen zu dürfen.
 
(Recherche und Aufbereitung der Informationsquellen von Mitgliedern und Freunden der:
Tierversuchsgegner Pulheim e.V. www.tvg-pulheim.de )
 
Thema "unter den Teppich kehren"?
 
"Allzugern würde das Thema kriminelle Tierfängerei "unter den Teppich gekehrt", empört sich Straeten.
"Nur durch das mutige Eingreifen von Mitbürgern, die wie in diesem Fall Augenzeugen waren, konnte endlich bewiesen werden, daß es den kriminellen Haustierdiebstahl tatsächlich gibt". Manchmal würde sogar die Polizei ein freundschaftliches Verhältnis mit den des Tierdiebstahls Verdächtigen unterhalten. Wie beispielsweise Ende der Neunziger Jahre im Heinsberger Raum geschehen. Dort habe zumindest ein Kripomann regelmäßig mit seinem Nachbar, der des Tierdiebstahls verdächtigt war, in seinem Wintergarten Bier und Kaffee getrunken.
"Wenn nachts Tiere verladen wurden haben diese fürchterlich geschrieen. Der Polizist, der schräg gegenüber wohnte, hörte das Schreien aber nicht," erklärte Straeten weiter. "Anläßlich einer polizeilichen Vernehmung in Essen überreichten Tierschützer einen Ordner mit Unterlagen, aus denen Informationen über den Täterkreis,  Tathergänge und Abnehmer hervor gehen sollten. Auf einer Zeichnung, die sich unter den Unterlagen befand und den Täterkreis umreißen sollte, war auch besagter Kripomann namentlich erwähnt.  Die Tierschützer befürchteten einen Interessenkonflikt. Insofern konnten sich die Tierschützer mit ihrem Problem auch nicht an die Polizei in Heinsberg wenden." Gegen die Tierschützer habe dieser Beamte eine Unterlassungsklage eingereicht, die vom Amtsgericht Essen-Steele im September 1999 abgewiesen wurde. 
 
Auf Mithilfe der Bevölkerung angewiesen
 
Die Tierschützer sind dringend auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. "Wir bitten alle Mitbürger um erhöhte Aufmerksamkeit, wenn fremde Fahrzeuge sich längere Zeit in ruhig gelegenen Straßen aufhalten. Es könnte sich um "Auskundschafter" handeln, die an herum streunenden Katzen interessiert sind," warnt Straeten. Daher sei es ratsam Fahrzeugtyp, Kennzeichen und Personenbeschreibung zu notieren. "Wir brauchen nicht allein konkrete Angaben und Mitteilungen über die spurlos verschwundenen Tiere, sondern verwaiste Tierhalter sollten auch auf Verdächtigkeiten achten und unbedingt bei der Polizei Anzeige erstatten, wenn die Katze oder der Hund ungewöhnlich lange verschwunden ist."
 
Informationen bitte an:
Gerd und Trudi Straeten, Bernhardstr. 62 in 50259 Pulheim,
Tel. und Fax: 0 22 34 - 8 12 84 (nur nachmittags und abends!)
eMail: Tierinfo@gmx.de 
 
Weitere Informationen unter:
www.tvg-pulheim.de
 
 
 
Tierversuchsgegner Pulheim e.V.
MENSCHEN FÜR TIERRECHTE
Bernhardstr. 62
D-50259 Pulheim-Brauweiler
Redakteurin TIER-INFO: Trudi Straeten
Vorsitzender: Gerd Straeten
sowie Mitglied im Internet(z)werk für Tiere/ IfT Deutschland
Mail-Adresse: Tierinfo@gmx.de
HP:  www.tvg-pulheim.de
www.ift-onlinezentrale.de , www.tigerschutz.de
Spendenkonto: KSK Köln
Nr.: 015 600 1487  BLZ: 370 502 99



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