TIER-INFO

TIER - INFO

Zeitschrift der Tierversuchsgegner Pulheim e.V.

- MENSCHEN FÜR TIERRECHTE -

 

 

 

Beispiel:

Aktuelle Artikel in TIER-INFO:

 

Dringende Hilfe für Wildlinge

Taubenprojekt in Frechen gefährdet

Katzen- und Hundefelle

Gefangen, gehäutet und als Mantel verkauft

Deko-Katze aus Kaninchen- oder Katzenfell?

Crush-Fetish-Sites im Internet (Tottreten von Tieren)

Zoo-Tiere in Bagdad

"Gae-Wolf" bei eBay

Stimmbanddurchtrennung bei Hunden in Taiwan

Auf den Hund gekommen

Tiermisshandlungen in Andalusien an der Tagesordnung

Unersättlich

 

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Haus/Bauernhof gesucht:

Tierschutzverein sucht schnellstmöglich kleinen Bauernhof oder Haus mit  großem Grundstück im Erftkreis oder in der Eifel für Tierschutzzwecke in  ruhiger Lage außerhalb von geschlossenen Ortschaften oder am Ortsrand. Der  Erwerb kann per Pacht, Mietkauf oder auf Rentenbasis erfolgen. Keine 
Anzahlung. Provisionsfrei.
Angebote unter Tel. 02234 81284.

 

 

Aktive Helfer gesucht 
für die Betreuung von Tauben und Gelegeaustausch ! 

Für die Betreuung unseres Taubenprojekts 
in Frechen suchen wir Taubenfreunde, 
die uns gerne tatkräftig unterstützen möchten. 

Auskunft unter Tel.: 0 22 34 - 8 12 84
 

 

Dringende Hilfe für Wildlinge


Im Park der berühmten Benediktiner-Abtei, in Pulheim-Brauweiler, betreue ich
seit Herbst 1983 freilebende Katzen. Die aller erste Einfangaktion war nicht
nur ein sehr schwieriges Unterfangen, weil dies von der ehemaligen Direktion
des Landschaftsverband Rheinland nicht gestattet war und mein Mann, Gerd,
und ich deshalb sehr vorsichtig vorgehen mußten, sondern es war auch eine
überaus traurige Erfahrung für uns beide.

Wir richteten drei Fütterungsplätze ein, fingen per Katzen-Lebendfalle ca.
25 bis 29 Katzen und Kater ein und ließen sie von einer Tierärztin in Pulheim
versorgen und unfruchtbar machen. Fast alle Tiere waren an dem gefährlichen
Katzenschnupfen erkrankt. Manche waren zudem verletzt. Vermutlich
Schußwunden. Einige waren verhungert und bis auf die Knochen abgemagert. Die
Haut pergamentartig. Zunge und Gaumen waren vom eitrigen Schnupfen
durchlöchert. Sie standen ausgehungert vor dem von uns mitgebrachten Futter
und jammerten, weil sie nicht in der Lage waren Nahrung aufzunehmen. Wir
konnten sie nur noch von ihren schlimmen Leiden erlösen.

Von all´ diesen Tieren blieben nach den Tierarztbesuchen 16 Katzen und Kater
sowie 5 wenige Wochen alte Kätzchen übrig, die eine gute Chance hatten
wieder in ihren gewohnten Lebensraum zurückzukehren. Die Katzenkinder wurden
in private Familien vermittelt.
Eines Tages wurde ich verhaftet als ich die Tiere an den Fütterungsplätzen
im Park versorgen wollte. Die komplette Geschichte ist auf unserer HP-Seite
unter "Geschichten aus dem TIER-PARADIES" nachzulesen.
Drei zähe Verhandlungen mit der damaligen Direktion führten schließlich zu
dem Erfolg, daß "höchstens vier Katzen im Park bleiben durften", die ich
weiterhin betreuen konnte. Selbstverständlich auf eigene Kosten.
Natürlich holten wir keines der Tiere dort weg. Wo sollten wir sie denn
hinbringen? Im Tierheim würden die freiheitsgewohnten Tiere kaum überleben,
außerdem waren sie nach etlichen Jahren im Park nicht dazu geeignet in einer
Wohnung zu leben!

Gerd baute die ersten Futterhäuschen damit das Futter nicht jeder Witterung
ausgesetzt ist. Durch Verunreinigung und Vandalismus wurden die
Futterhäuschen sehr oft zerstört und unbrauchbar gemacht, so, daß wir vor
jedem Winter neue Häuschen bauen mußten.
Doch damit nicht genug. Wir wurden sogar von Besuchern des Parks beschimpft
und bedroht. Auch einige Leute vom Wachdienst und einige Gärtner zeigten
sich recht tierfeindlich. Sie sabotierten unsere Bemühungen die Tiere
einigermaßen versorgen zu können; machten abfällige Bemerkungen und
schikanierten mich indem sie mir das Tor vor der Nase verschlossen. Über
einen Umweg kletterte ich über das nächstliegende niedrige Tor. Der Weg der
täglichen Fütterungen wurde mir somit oft genug nicht allein durch Regen
oder Schnee verleidet. Doch die Dankbarkeit der Tiere entschädigen mich
jeden Tag für alle Unannehmlichkeiten.

Selbst vor den Tieren machten Tierquäler in der Vergangenheit nicht halt. So
erlebte ich, daß eine Katze in einem Erdloch eingeschlossen und somit
lebendig begraben war. Als ich die Äste und Tonscherben entfernte sprang das
arme Tier wie ein Blitz aus seinem Grab und rannte panisch davon. Eine
andere war durch ein Geschoß - Diabolo - an der rechten Schulter verletzt.
Eine weitere Katze hatte man im Gerätehaus eingesperrt und war dort elendig
verdurstet und verhungert. Auch Igelchen waren durch Schnittwunden verletzt.
Zwei davon sogar tödlich!
Die Futter- und Tierarztkosten konnten wir nicht mehr ausschließlich aus
privater Tasche zahlen. Unsere Tierschutz-Organisation übernahm zeitweilig
einen Teil der Kosten. Gerd fertigte 5 Futter-Spendenboxen, die wir in
Märkten aufstellen durften. Aber auch diese Freude blieb nur von kurzer
Dauer. Bis auf eine einzige Spendenbox mußten wir alle wieder abräumen. An
deren Stelle stehen nun Spendenboxen vom großen, reichen Deutschen
Tierschutzbund! Ein wenig neidvoll sehen wir, daß diese Boxen stets sehr
schnell bis zum Rand gefüllt sind, während in unserer einzigen Spendenbox
frühestens nach vier Wochen die Tiernahrung gerade mal die Hälfte der Box
einnimmt...

Die Direktion vom Landschaftsverband hat inzwischen gewechselt.
Seit Herbst 2002 dürfen wir - ganz offiziell - die Katzen und Igel im
Abtei-Park betreuen!!!
Innerhalb des eingezäunten, historischen Maulbeerbaumes stehen nun zwei
Futterhäuschen für die Katzen und ein Häuschen für die Igel. Der Schlüssel
wurde uns hierfür durch Herrn Direktor Westkamp überreicht. Lediglich der
zweite Fütterungsplatz ist noch Vandalen ungeschützt ausgeliefert. Aber auch
das soll sich bald ändern. Eigentlich haben sich auch hier in den letzten
Wochen keine Vandalen mehr ausgelassen.

Zwar sind in den zwanzig Jahren einige Katzen spurlos verschwunden, aber es
tauchen jedes Jahr pünktlich zur Urlaubszeit immer wieder neue Katzen auf.
Es sind bedauernswerte Geschöpfe, denn viele finden sich in der "Freiheit"
nicht zurecht. Wenn sie unsere Futterplätze gefunden haben sind sie meist
schon geraume Zeit auf sich alleine gestellt. Ausgehungert wagen sie sich
zögernd an den nächstliegenden Napf, werden aber von den anderen Tieren am
Futterplatz verjagt.
Auch trächtige Katzen werden hier ausgesetzt, was für uns noch zusätzliche
Probleme bedeutet. Manche Tiere wurden offensichtlich zuvor mißhandelt. Eine
mehrfarbige Katze war sehr schwer am Kopf und im Gesicht verletzt.
Offensichtlich wurde sie mit einem stumpfen Gegenstand geschlagen. Sie lebt
heute bei einer älteren, alleinstehenden Dame in Auenheim, die ihr wieder
das Vertrauen in die Menschheit zurückgab. Sieben solcher verletzten,
kranken und halb verhungerten Katzen habe ich in den Jahren zu mir nach
Hause geholt und aufgepäppelt. Der traurigste Fall war ein betagter
rot-weißer Kater, der trotz schwerer Erkrankung und Hungerödeme noch sieben
glückliche Jahre bei uns gelebt hat. Zuletzt nahmen wir in den Sommerferien
2000 eine ca. fünfjährige, rot-weiß-braun gefleckte Katze auf, die zwar
tätowiert war, jedoch war die Täto-Nummer unkenntlich gemacht worden!
Fleckchen hat bis heute ihre Angst vor Hände nicht abgelegt.

Finanzielle Unterstützung erhalten wir weder von der Stadt noch vom
Landschaftsverband. Trotz vieler Aufrufe fließen Geld- und Futterspenden
sehr spärlich. Auch der Versuch Patenschaften zu vergeben scheiterte
kläglich.

Aus diesem Grunde sind wir dringend auf Spenden von Tierfreunden angewiesen.

Bitte senden Sie Ihre Spende auf das Konto 015 600 14 87 BLZ: 370 502 99
bei der Kreissparkasse Köln unter dem Stichwort "Hilfe für Parkkatzen".

Futterspenden nimmt entgegen die Firma Freßnapf in Frechen

Wir sind als gemeinnützig und förderungswürdig anerkannt. Ihre Spende ist
somit steuerlich absetzbar.

Vielen Dank für Ihr Engagement und Ihre Hilfe. Die hungrigen Tiere brauchen
unsere Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen

Trudi Straeten

Schauen Sie auch hier vorbei:

• TVG Pulheim

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